Festakt 5.10.2007

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Bezirksbürgermeister Ekkehard Band (li.), Michelle Kutz

100 Jahre Eckener Gymnasium

Stadtrat Dieter Hapel (li.), Musiklehrer Bernhard Lapp (r.)

Brigitte Marquardt, GEV-Vorsitzende (li.), Hans-Jürgen  Papier, Präsident des Bundesverfassungsgerichts und ehemaliger Schüler Eckener Gymnasiums (re.)


100 Jahre Eckener Gymnasium

Im Oktober 2007 feierte das Eckerer Gymnasium sein 100-jähriges Jubiläum. Der "Frühschoppen für Ehemalige" am Samstag war sicherlich einer der Höhepunkte der Feierlichkeiten. Im Foyer der Eckener war kaum ein Durchkommen, so voll war es. Auch vor den Schautaufeln der sehr gut gemachten Ausstellung zur Geschichte der Schule drängte sich ein interessiertes Publikum.

Gut, dass überall Flure und Klassenzimmer geöffnet waren, um den Besucheransturm aufzunehmen. So traf man im ganzen Haus auf Gruppen von Ehemaligen, die ihre Schulzeit Revue passieren ließen und über ihren weiteren Lebensweg berichteten. Natürlich war für Getränke (Stichwort Frühschoppen) und Essen ausreichend gesorgt.

Am besten gefallen haben uns die überall präsenten Kunstwerke. Eine derartige Fülle überraschte in Quantität und noch mehr in der wirklich eindrucksvollen Qualität. Die Schule kann sich glücklich schätzen, solch engagierte und kreative Lehrer/innen und Schüler/innen zu besitzen. Natürlich tauchte an Wänden und Decken immer wieder das Thema "100-jähriges Jubiläum" auf.

Quelle: Bezirkslotse (7.10.2007)

1907 bis 2007
Hundert Jahre Eckener-Oberschule

30.06.1906  
Die Gemeindevertretung Mariendorf beschließt die Errichtung eines Reformrealgymnasiums mit Realschule14.05.1907    Die Schule wird unter der Leitung von Dr. Walter Henze eröffnet.

20.03.1911  
Die Schule zieht in das neu gebaute Schulhaus in der Kaiserstraße am  heutigen Standort.

01.04.1913  
Eröffnung des "Öffentlichen Lyzeums Berlin-Mariendorf" als Mädchenoberschule im Gebäude der heutigen Dag-Hammerskjöld-Oberschule.

01.04.1917  
Nach dem Tod von Dr. Walter Henze wird Dr. Heinrich Burhenne  zum Schulleiter ernannt.

18.03.1921
Erste Abiturprüfungen an der Oberrealschule.

14.02.1928   
Erste Abiturprüfungen am Oberlyzeum.

14.03.1930  
Die Schule erhält den Namen „Eckener-Oberrealschule“ nach dem in dieser Zeit populären Luftschiffpionier Dr. Hugo Eckener.

1934/1935   
Walter Kühn wird neuer Schulleiter der Eckener-Schule, Paul Angermann Schulleiter der Gertrud-Stauffacher-Schule. Beide sind Mitglied der NSDAP.

15.09.1935
Die Nürnberger Gesetze werden erlassen. Nachdem schon 1933 jüdische Lehrer entlassen wurden, wird nun gesetzlich bestimmt, dass Juden keine öffentlichen Ämter bekleiden dürfen. Jüdische Beamte müssen zum 31. Dezember 1935 den Dienst quittieren. Auch für jüdische Schüler wird die Situation immer schwieriger.

15.11.1938  
Juden wird der Besuch deutscher Schulen untersagt.

1938             
Das Oberlyzeum erhält den Namen "Gertrud Stauffacher-Schule“ nach der Heroine aus Schillers "Tell".

29.01.1938   
Durch ministeriellen Erlass wird eine einheitliche Oberschule geschaffen. Sie ist nach Geschlechtern getrennt, baut auf dem vierten Volksschuljahr auf und umfasst acht Jahresklassen. Die Lehrpläne werden konsequent auf die Ideologie des Nationalsozialismus ausgerichtet.

01.09.1939   
„Der drohenden Kriegsgefahr wegen fällt der Unterricht bis zum 7.9. aus“, teilt Direktor Kühn seinem Kollegium mit. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs setzen auch die Einschränkungen für den Schulbetrieb ein. Die Schüler werden zunehmend zum Kriegshilfsdienst eingesetzt (etwa als Erntehelfer, Haushaltshilfe, Arbeiter in kriegswichtigen Betrieben, ab 1943 als Flakhelfer bei der Luftwaffe) oder vor dem regulären Abschluss ihrer Schullaufbahn zur Armee eingezogen.

16.10.1940   
Die erweiterte "Kinderlandverschickung" (KLV) der Berliner Schüler setzt ein. „Die Unterkunft in weniger luftgefährdeten Gauen erfolgt in Heimen, wo auch der Unterricht erteilt werden soll.“

24.08.1943   
Zerstörung der Turnhalle der Eckener-Schule bei einem Bombenangriff. Auch das Gebäude der Stauffacherschule wird schwer getroffen, drei Lehrerinnen kommen ums Leben, eine weitere wird verletzt. Daneben wächst die Zahl der ausgebombten Lehrer.

28.01.1944   
Erneute Schäden durch Bombenangriffe.

April 1945     
Die KLV-Lager im heutigen Tschechien werden aufgelöst, die Schüler nach Bayern gebracht.

Sept. 1945    
Wiedereröffnung der Eckener-Schule und der Stauffacher-Schule.

20.02.1946   
Dr. Alfred Petzold wird neuer Schulleiter der Eckener-Schule.

09.05.1946   
Rückkehr der Eckener-Schüler aus dem aufgelösten KLV-Lager in Oberbayern.

08.06.1946   
Auch die im Kloster Pielenhofen bei Regensburg untergebrachten Schülerinnen kehren zurück.

08.07.1946   
Erste Reifeprüfung an der Eckener-Schule nach dem Krieg.

26.06.1948   
Das neue "Schulgesetz für Groß-Berlin" bringt die zwölfklassige Einheitsschule.

23.05.1952   
Die Gesamtschulzeit wird wieder auf 13 Jahre erhöht.

01.04.1953   
Die "Gertrud-Stauffacher-Schule" wird mit der Eckener-Schule zusammengelegt und zieht in die Kaiserstraße ein. Die Zusammenlegung bereitet nach Aussage von Betroffenen keine größeren Probleme.

14.08.1954  
Dr. Hugo Eckener stirbt in Friedrichshafen am Bodensee

08.10.1954  
Wilhelm Preuß wird neuer Schulleiter.

1956            
Zwei 9. Klassen mit sogenannten "Ostschülern" werden eingerichtet. Hier werden Schülerinnen und Schüler unterrichtet, die in der DDR oder Ostberlin nicht zur Oberschule zugelassen wurden und als Flüchtlinge in Westberlin leben oder täglich aus dem Umland zum Unterricht kommen.

13.08.1961  
Mit der Schließung der Sektoren- und Zonengrenze geht wird das Modell der "Ostschülerklassen" hinfällig.

3.-7.06.1957  
50-jähriges Jubiläum mit großem Festprogramm.

09.01.1967  
Seit diesem Tag trägt die Schule den offiziellen Namen "Eckener-Oberschule (Gymnasium)", Kurzzeichen "3. OG".

18.12.1969  
Nach 25 Jahren Wartezeit wird die neu erbaute Turnhalle übergeben.

13.04.1973  
Heinz Kerkow wird neuer Schulleiter.

25.04.1973  
Mit dem Übergang der 10. Klassen in die erweiterte Einführungsphase beginnt die Neugestaltung der Sekundarstufe II.

31.08.1973 
Die Schule erhält die 7 Räume des ehemaligen Direktorengebäudes im Nebengebäude. Deren Nutzung ändert sich mehrfach, letzte große Veränderung ist die Einrichtung und Erweiterung einer Cafeteria.

29.04.1975  
Erneuerungs- und Umbaumaßnahmen beginnen, Heizung und Elektro-Installationen werden modernisiert. Ein Teil der Flure wird zu Fachräumen ausgebaut, die alten Fachräume werden umgestaltet. Flure und Klassen erhalten neue Decken, Böden und Farben.

15.03.1977   
Die Reform der Oberstufe findet ihren vorläufigen Abschluss in den Ausführungsvorschriften für die gymnasiale Oberstufe (AV-GO), kurz darauf in den Prüfungsanforderungen im Abitur (AV-PA).

31.01.1983  
Nach der Verabschiedung des Schulleiters Kerkow folgt die Oberstufen-Koordinatorin Dr. Vogt als Schulleiterin.

17.05.1984  
Auf der Gesamtkonferenz kann der Beginn des Neubaus des Toilettentraktes noch für dieses Jahr angekündigt werden.

28.02.1985  
Der Fachbereich Geschichte/PW beantragt auf der Gesamtkonferenz die Prüfung von Kooperationsmöglichkeiten mit den Nachbargymnasien im Leistungskursbereich. In den nächsten Jahren einigen sich die Schulen auf ein Kooperationsmodell, das bis heute andauert.

25.06.1985  
Die Gesamtkonferenz stimmt dem Antrag des Fachbereichs Französisch zu, eine dauernde Schulpartnerschaft mit dem Lycée de Gonesse bei Paris einzugehen.

11.12.1989  
Frau Dr. Vogt wird krankheitsbedingt pensioniert. Nachfolger wird der bisherige Schulrat Juche.

04.03.1997  
Auf einer Schulleitersitzung teilt das Landesschulamt mit, dass infolge des Hauptstadtumzugs von Bonn nach Berlin die Einrichtung von gymnasialen Bildungsgängen ab Klasse 5 erforderlich sei.

24.04.1997  
Auf der Sitzung der Schulkonferenz wird der Antrag gestellt, einen grundständigen Zug in der Schule einzurichten. Dies wird von der Gesamtkonferenz unterstützt und zum Schuljahr 1997/1998 umgesetzt.

02.04.1998  
Dr. Salinger wird neuer Schulleiter.

01.06.1999  
Die Umstellung von der alten Koksheizung auf eine Gasheizung beginnt. In den nächsten Jahren wird die Schule in großem Umfang renoviert. Ein zweiter Computerraum sowie die Cafeteria werden eröffnet.

01.02.2004  
Das neue „Schulgesetz für Berlin“ wird verabschiedet. Zusammen mit der neuen „Sekundarstufe I-Verordnung“ (Sek-I-VO), der „Verordnung über die gymnasiale Oberstufe“ (Vo-GO) und den neuen Ausführungsvorschriften zum Abitur wird die Berliner Schule erheblich verändert.

April 2005    
Das 20-jährige Jubiläum des deutsch-französischen Schüleraustauschs wird gefeiert. Die beteiligten Schüler werden im Rathaus Schöneberg in der französischen  Botschaft empfangen.

29.03.2007  
Die seit 2005 tätige „Berliner Schulinspektion“ beurteilt die Eckener-Oberschule insgesamt positiv.